Wie bewältigen Senatorinnen und Senatoren mit ihren Unternehmen den Krisenalltag

 

Teil 12: Senator Mischa Züwerink betreibt mit der [MA] Music Academy erfolgreich ein Musikschulen‐Franchise‐System an inzwischen 25 Standorten in europäischen Metropolen.  Mit Mut zur Kreativität und Entscheidung, aber auch Demut und Dankbarkeit, nimmt er seine Verantwortung als CEO für Unternehmen und Menschen an.

 

Krise vs Kreativität. Wie man mutig Entscheidungen trifft.

Unglaubliche Dankbarkeit. Verwunderung. Stolz. Eine ungeahnte Fülle an frischen Ideen.
Das ist es was mir in den Kopf schießt, wenn ich an die derzeitige Situation der „[MA] Music Academy – 1st Class Rock & Jazz Schools“ denke.

Die ersten Events haben wir vor ca. 4 Wochen abgesagt, noch verwundert über die Hitze der Diskussionen und Kraft der Forderungen der Welt „da draußen.“

„Wir machen Musik, das heilt. Mit Positivität kommen wir da durch, wir müssen doch nichts ändern, die anderen können ja Panik schieben, wir passen auf und rocken weiter“ so der Tenor meines – zugegebenermaßen sehr jungen und frischen Teams. Nett – naive Wohlfühl-Essenz.

Das wir unser ganzes Unternehmen mit 20 Filialen deutschlandweit einen gefühlten Atemzug später würden schließen müssen, damit hatte zu jenem Zeitpunkt einfach niemand gerechnet. Nicht mal Ich.

Wir sind ein emsiges Kernteam, immer dran am Tagesgeschäft, auf allen Ebenen – sei es auf juristischer Ebene in beratender Tätigkeit, bei der Suche neuer Franchisepartner, der medialen Betreuung der Bestehenden oder der Jagd nach dem besten Bild für Social Media. Jeder klimpert in seiner Welt und so kam der Weckruf recht plötzlich.

Haben wir Freitags noch munter „wir machen weiter one-on-one Unterricht genewslettert – stehen wir am Montag unter der kalten Dusche. Alle Academies müssen schließen. Morgen.

Ärmel hochkrempeln und ran an die Situation. Verzweiflung gab´s nie. Tatendrang. Wir stellen uns der Denkaufgabe und fangen an zu texten, zu designen und zu telefonieren.

Der Online Unterricht schlägt sofort ein! An erster Stelle wollten wir Normalität und Stabilität bieten, dass sich daraus Chancen für Musik, Weiterkommen und Zeitvertreib ergeben – das hat uns selber umgehauen. Und so sind wir mitten im Krisenmanagement ziemlich wahnsinnig! Bieten an, nehmen an, setzen um, singen vor dem Computer bei der geplanten riesigen Chorprobe mit 2000 Menschen, schreiben und schneiden Material zusammen um der Welt da draußen von der Energie die sich hier sammelt und entlädt den „fair share“ abzugeben!

Die Flexibilität und Dankbarkeit die uns dabei seitens der Schüler, Dozenten und Franchisepartner entgegenkommt ist einfach „Feuer drauf.“

Dieses Netz an Menschen, das gerade jetzt Vertrauen, Entspannung und Mut atmet, dass sich unterstützt wie nie zuvor. Das treibt mir die Tränen in die Augen.

Natürlich gibt es Down Sides. Natürlich gibt es Kündigungen. Aber wir wissen, dass wir mit jeder Situation umgehen können. Wenn sie kommt. Und bis dahin dürfen wir uns freuen –  über jedes Feedback das junge Menschen mit ihrem Instrument zeigt, über den Fleiß der Dozenten die aus Dankbarkeit und als #coronamyass – Ausgleich“ die Ferien durch unterrichten und über die gewaltige Treue unserer Kunden.

Gerade bekomme ich eine Mail „Ihr Event findet in 48 h Stunden statt.“ Wohl nicht!
Anstatt eines kalten Schauderns, entlockt es mir ein leises Schmunzeln.  Wir schaffen das.

Dankeschön. An über 600 Dozent! An über 8000 Schüler! Und an ein überragend engagiertes [MA] Team.

Download:

Statement Mischa Züwerink – [MA] Music Academy

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